Darmkrebsvorsorge

Behandlung

In der Gastroenterologie sehen wir die Therapieentscheidung bei CED als gemeinsamen Entscheidungsprozess zwischen dem Patienten und dem behandelnden Arzt. Der Arzt gibt medizinisch fundierte Empfehlungen, aber der Patient ist in der Lage sein, basierend auf seinen eigenen Präferenzen, Lebenszielen und Erfahrungen eine informierte Entscheidung über seine Therapie zu treffen.

Ernährung

Die Ernährung hat bei CED nicht nur einen additiven Stellenwert, sondern wird mehr und mehr auch als therapeutischer Ansatz genutzt. Wir bieten in unserem Zentrum eine Ernährungsberatung, -therapie und -betreuung durch spezialisiertes Fachpersonal an, welche auch auswärtigen Zuweisern offensteht.  

Medikamente

Für die Behandlung der CED werden eine Vielzahl verschiedener Medikamente eingesetzt, welche zum Teil oral eingenommen werden, zum Teil auch durch die Vene infundiert werden. In den letzten Jahren hat sich insbesondere die Klasse der Biologika stark weiterentwickelt und wurde um die sogenannten «small molecules» ergänzt, sodass wir unseren Patienten eine individuell angepasste Therapie anbieten können. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, bietet unsere Praxis separate Infusionsräume mit spezialisierten Pflegekräften, sodass wir in ruhigem Klima unter optimaler medizinischer Betreuung Infusionstherapien verabreichen können.

Endoskopische Therapien

Bei langjährigen Verläufen kann es beispielsweise zu Darmverengungen kommen, welche wir endoskopisch mittels Ballons dilatieren können, um so eine allfällige Operation möglichst zu verhindern oder zumindest herauszuschieben. Ihre betreuenden Ärzte führen sämtliche endoskopischen Abklärungen und Therapien in unserem Zentrum durch und gewähren so eine Betreuung aus einer Hand. 

Chirurgie

Bei schwerer Erkrankung oder bei Komplikationen wie Abszessen, Fisteln oder Darmverengungen kann eine Operation notwendig sein, um betroffene Darmabschnitte zu entfernen oder zu reparieren. Unser Zentrum bietet daher eine chirurgische Sprechstunde an, in der direkt mit einem chirurgischen Kollegen Art und Umfang der verschiedenen Eingriffe sowie deren mögliche Komplikationen direkt besprochen werden können. 

Interdisziplinäre Fallbesprechungen

Die Interdisziplinarität bei der Behandlung von CED ist von zentraler Bedeutung, da sie sicherstellt, dass alle Aspekte der Erkrankung – von der Darmgesundheit bis zu den systemischen Auswirkungen auf andere Organe und das psychische Wohlbefinden – umfassend behandelt werden. Die Komplexität der Krankheitsbilder mit teils kompliziertem Befall des Verdauungstraktes sowie extraintestinalen Manifestationen (z. B. Haut, Gelenke, Augen, Leber) erfordert die Expertise verschiedener interner und teils externer Spezialisten. Entsprechend finden bei uns regelmässige, interdisziplinäre Fallbesprechungen zwischen Gastroenterologen, Chirurgen, Dermatologen, Rheumatologen, Psychologen, Ernährungsberatung und Leberspezialisten statt. Damit wird eine ganzheitliche Versorgung gewährleistet unter Berücksichtigung von individuelle Bedürfnisse gewährleistet. 

Psychologische Betreuung

Der langfristige Krankheitsverlauf kann zu erheblichen psychischen Belastungen führen, entsprechend steht in unserem Zentrum eine Psychologin mit regelmässiger Sprechstunde zur Verfügung, um Patienten zu helfen mit der Krankheit, dem Stress und der Angst umzugehen. 

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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

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